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System .005

 

 

 

 

 

 

 

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Die projektierten Baureihen im Überblick (wenn es nicht möglich ist, echte Künstler zu engagieren, bleiben nur  selbstgezeichnete primitive Handskizzen):

005.C Video-Computer

005.B Hobby-Computer

005.A Mikrocomputer-Baukasten

 

 

 

System .005

-- Was daraus hätte werden können --

Das Mustergerät wurde gebaut und vorgeführt, die Vergütung ausbezahlt. Druck von oben gab es nicht mehr, und so hatten gewisse Leute freie Bahn. Den Rest kann man sich denken. Keine Frage, in anderen Weltgegenden kommt so etwas auch immer wieder vor. Nur wäre es dort nicht gänzlich ausgeschlossen gewesen, einen eigenen Laden aufzumachen...

Der Apparat diente noch einige Zeit zur Vorerprobung des Diskettensubsystems für das System .004; es war weit und breit die einzige Mühle mit Z80, die lief, wenngleich nicht immer zuverlässig, und mit der man experimentieren konnte. Dann wurde alles verschrottet.

Das Muster war nur eine Improvisation. Der Abschlußbericht zeigt, was daraus hätte werden sollen. Bei den seinerzeit üblichen Entwicklungsabläufen hätte man 1980/81 in die Serienfertigung gehen können; ein paar simple Platinen sollten wohl zu beherrschen sein...

Das war projektiert:

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Die zugehörigen Tabellen

Blockschaltbilder

Die vollständigen Schaltplanskizzen  der projektierten Baureihen

Vielleicht wäre es aber noch besser gewesen, etwas zu warten, nämlich solange, bis ROMs und DRAMs verfügbar waren, die mit 5 V allein auskommen. Das wären dann 64 kBit-DRAM und 2k oder 4 kBytes EPROM.  Die Vorentwürfe mußten hingegen noch auf 16 kBit-DRAMs und 1KBytes EPROMs gestützt werden; es gab nichts anderes. Mit drei Betriebsspannungen (- 5 V, + 5 V, +12 V) ergaben sich naturgemäß beträchtliche Aufwendungen für die Stromversorgung -- eine Komponente, die seinerzeit nicht gerade durch geringste Kosten und Abmessungen aufgefallen ist (moderne Schaltnetzteile kamen auch erst später). Aber wie auch immer,  Bastel- und Kleincomputer auf Basis Z80 hätte man mehrere Jahre eher haben können...

Der Text des Abschlußberichts

Der Erhaltungszustand ist lausig. Es sind aber viele Webseiten, die Dokumente dieser Art anbieten. Also warum nicht?

Gotchas

Beiläufig bemerkt lief .005 nahezu parallel, aber mit einem gewissen Vorlauf zu .004. Das gab die Gelegenheit, Feinheiten, die nirgendwo beschrieben sind, auf die harte Weise zu lernen. So darf man einen einmal angefangenen DRAM-Zyklus unter keinen Umständen mittendrin einfach abbrechen, sonst kippen die Bits, und zwar sonstwo... Auch braucht der Takt des Z80 eine aktive Hochziehschaltung, ein simpler Pull-up-Widerstand reicht keineswegs, obwohl es im Zilog-Datenbuch ausdrücklich so steht. Daß die Taktflanken nicht steil genug sind, hat sich daran gezeigt, daß sich die Maschine bei der 16-Bit-Subtraktion immer wieder undefiniert verrechnet hat (es ist eben die größte Schaltungstiefe, vom Eingangsübertrag durch den gesamten Addierer bis zum Ausgangsübertrag)... Inkorrekt beendete DRAM-Zyklen haben dann auch noch bei .004 zu einem echten Zustand geführt, mit verlängerten Spätschichten usw. Das Problem war zwar (s. oben) bekannt und wurde im Entwurf auch berücksichtigt. Bei den vielen Ablaufvarianten (lokale Zugriffe, Slave-Zugriffe, Refresh, selektives Rücksetzen, Interrupts, NES usw.) gab es aber eine einzige, selten vorkommende Überlagerung, die den Fehler zur Folge gehabt hat. Weil er so selten aufgetreten ist (Bitverfäschungen mit nachfolgendem Absturz im Abstand von Stunden, also nur im Dauertest überhaupt hervorzurufen), hat es auch so lange gedauert, darauf zu kommen. Es wurden dann eigens Testprogramme geschrieben, um nachzuweisen, woran es liegt und daß  die Änderung den Fehler tatsächlich beseitigt hat...

-- Fortsetzung --

 

 

 

 

 

Aktuelles:

14. 11. 2017

Seite aktualisiert.

Die vollständigen Schaltplanskizzen  der projektierten Baureihen

Fortsetzung

Vorgänger und Nachfolger:

System .002b:

System .004:

System .011:

Bildquellen: Firmenprospekte / privat. Besseres nicht verfügbar...